AMG: Vom C36 zum C55

Der W202 war der Wendepunkt für AMG. Der C36 AMG von 1993 war das erste von Mercedes und AMG gemeinsam entwickelte Modell, ein handgefertigter 3,6-Liter-M104-Reihensechszylinder mit 280 PS, AMG-Fahrwerk, 17-Zoll-Rädern und einem maßgeschneiderten Bodykit. 1997 folgte der C43 AMG als erste V8-C-Klasse mit dem neuen 4,3-Liter-M113 und 306 PS. Inoffiziell baute AMG zudem einen extrem seltenen C55 AMG für den südafrikanischen Markt mit dem 5,4-Liter-M113 und 347 PS in winzigen Stückzahlen.

Brabus, Carlsson, Lorinser

Brabus jagte Hubraum: Der C3.6S stimmte den C280 neu ab, während beim Brabus C V8 der M119-5,0- oder sogar 6,0-Liter-V8 für bis zu 400 PS eingepflanzt wurde, und der spätere C6.5 auf einen 6,5-Liter-V8 mit 450 PS erweitert wurde. Carlsson bot hubraumerweiterte Sechszylinder, ein Chiptuning, das den C250 Turbodiesel über 180 PS brachte, und sein Tieferlegungssystem C-Tronic an. Lorinser hielt die Dinge mit dezenter Aerodynamik, Sportauspuffanlagen und seinen berühmten mehrteiligen RS-Rädern dezent.

RENNtech und Kleemann

Im Ausland bauten die US-Tuner RENNtech 3,8- und 4,2-Liter-Hubraum-Sechszylinder mit Carbon-Airboxen und Getriebe-Upgrades, während das dänische Unternehmen Kleemann für Kompressor-Umbauten bekannt wurde und für den W202 ein 5,0-Liter-Kompressor-Setup anbot, das über 500 PS leisten konnte.